Radrundweg Brücken & Grenzen

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27,30 km lang
Rundweg
Schwierigkeit: mittel
Kondition: mittel
Asphalt
Biken
  • 1:55 h
  • 27,30 km
  • 210 m
  • 208 m
  • 111 m
  • 268 m
  • 157 m
  • Start: Einbeck Ivenstraße, Buntsandsteinbrücke, Infotafel
  • Ziel: Einbeck Ivenstraße, Buntsandsteinbrücke, Infotafel
Der Rundweg verläuft ca. 27 Kilometer im nordwestlichen Stadtgebiet durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen kleinen Wäldchen, weitläufigen Feldern und Hügelkuppen mit wunderschöner Sicht in die Landschaft.
Die meiste Zeit radelt man fernab von lauten Straßen von einem idyllischen Dorf ins nächste. Die Anstiege auf dem Rundweg fordern eine gewisse Anstrengung.

Als Routen-Logo erkennt ihr eine stilisierte Brücke mit Schlagbaum. Am Startpunkt befindet sich ein Schaukasten mit der Streckenübersicht. Für die gesamte Strecke sollte man sich je nach Tempo und Pausen zwei bis fünf Stunden Zeit nehmen.

TIPP: Wollt ihr den Anspruch noch erhöhen und die Strecke verlängern? Dann könnt ihr die Radrundwege miteinander verbinden. Dazu der Abkürzung zwischen Hullersen (Brücken & Grenzen) und der K510 in Richtung Rotenkirchen (Salz & Burgen) folgen. (Eine Beschilderung dazu besteht jedoch nicht.)

Wenn ihr noch mehr Tipps und Informationen haben möchtet, dann klickt weiter unten auf Tipp des Autors, Anfahrt und Wegbeschreibung. 

Wegpunkte

Start
Einbeck Ivenstraße, Buntsandsteinbrücke, Infotafel
Eis Heise_Außenansicht
© Eis Heise Brunsen
Eis-Heise Brunsen
Eisdiele/Eiscafé
Garten_Tisch
© Kathrin Scholz

Gut zu wissen

Beste Jahreszeit

geeignet
wetterabhängig

Wegbeschreibung

1. Buntsandsteinbrücke und Riesswarte

Die Brücke aus Buntsandstein überspannt an der Ivenstraße das Krumme Wasser und stellt mit ihren zwei gedrückten Spitzbögen ein einzigartiges Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert dar. Schon vor 500 Jahren verband sie als Teil der Heerstraße Einbeck-Alfeld-Hannover die süddeutschen Städte mit den Hansestädten des Nordens.

"Riesswarte": Früher war eine "Warte" Teil der äußeren Verteidigungsanlagen einer Festung oder Stadt. Oft stand sie als befestigter Turm weit vor der eigentlichen Befestigung, so dass von ihr aus der Feind frühzeitig bemerkt werden konnte. Der Turm gehörte neben den Landwehrtürmen zu den drei Spähwarten innerhalb des Einbecker Gebietes. Das mittelhochdeutsche Hauptwort „ris“ bedeutet „Reis, Zweig, Gesträuch, Gebüsch …“.

2. Alte Linde

Schon nach wenigen hundert Metern erreicht ihr die uralte Linde am Ohle-Hof. Dieses ehemalige Naturdenkmal ist über 600 Jahre alt und hat einen Stammumfang von sieben Metern. Links vom Weg sind die "sauren Wiesen" zu sehen.

3. Krummes Wasser

Entlang des mit Pappeln und Weiden gesäumten Krummen Wassers auf weitgehend ebener Strecke führt der Weg bis nach Kuventhal. Besonders gegen Ende des Weges findet sich im Frühjahr und Sommer zwischen Weg und Wasser eine herrlich artenreiche Bachvegetation.

4. Kuventhal

In einem 50 Meter tiefen Taleinschnitt am Krummen Wasser liegt eingebettet das Dorf Kuventhal. Der Ortsname soll auf einen alten Flurnamen copa-kowe-Kufe – „krumm“ oder „gekrümmt“ – zurückgehen, also etwa „Ort im krummen Tal“ bedeuten. Die Ortschronik berichtet von häufigen schlimmen Hochwassern infolge von Schneeschmelzen oder wolkenbruchartigen Regengüssen. So soll ein Hochwasser im Sommer 1886 einmal im Ort die Höhe von vier Metern erreicht und schwere Schäden angerichtet haben.

5. Die Wilhelmsbrücke

Bereits 1827 bis 1830 wurde hier eine Brücke über das Tal des Krummen Wassers gebaut und nach dem Herzog Wilhelm von Cambridge benannt. Die moderne Zwei-Etagenbrücke wurde 1955/56 errichtet, als die alte Brücke dem Verkehr auf der Bundesstraße 3 nicht mehr gewachsen war. Sie war für ihre Zeit eine technische Meisterleistung.

6. Kuventhaler Turm

Die wenig befahrene Landstraße K 659 führt uns am ehemaligen Kuventhaler Turm vorbei. Eine Fotomontage zeigt, wie der Turm ausgesehen haben könnte, der als nördlichster Punkt der Landwehr die Einbecker Grenze nach Norden sicherte.

7. Wenzen

Falls ihr die die Route verlassen und einen Abstecher zur kleinen Kapelle machen wollt, könnt ihr in Wenzen der Hauptstraße Richtung Ortsausgang Brunsen folgen. Bevor ihr am am Ortsschild vorbeifahrt, folgt einem Weg nach links in Richtung des Ortsausgangs Stroit. Nach ca. 700 Metern überquert ihr eine Eisenbahnbrücke Richtung Hilskapelle (Hinweisschild). Ihr erreicht die am Waldrand gelegene Kapelle auf dem Hils Bibelweg. Die wunderschöne Lage lädt zu einer kleinen Pause und einem ausschweifenden Blick über die durchquerten Dörfer ein.

8. Eimen

Das Wappen der Familie „von Eimen“ findet sich an vielen Stellen in der Einbecker Altstadt. Der Familienname geht auf den Ortsnamen und die im Mittelalter dort ansässigen Herren von Eimen zurück. Das Dorf Eimen liegt nordwestlich von Einbeck im Landkreis Holzminden im Hilletal. Etwas erhöht steht in der Ortsmitte die Kapelle, die ab 1564 an den alten Turm angebaut wurde. Im 15. Jahrhundert gehörte der Ort Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig. Zwischen Eimen und Rengershausen führt der Radweg an der Hellenbergsmühle vorbei.

9. Rengershausen

Der Ort wurde bereits um das Jahr 900 erwähnt. Im Bild oben sieht man den alten Meilenstein in der Dorfmitte von Rengershausen. Von hier führt der Radweg nach Avendshausen, welches an der nördlichen Grenze der ehemaligen Einbecker Landwehr liegt, die heute die Kreisgrenze bildet.

10. Avendshausen

Das Dorf entstand wohl schon zwischen 500 und 800 n. Chr. und wurde im 10. Jahrhundert erstmals erwähnt. Um das Jahr 1626 wurde das Dorf von der kaiserlichen Armee unter dem Feldherren Tilly komplett zerstört, aber bereits kurz darauf wieder aufgebaut.

11. Vardeilsen

„Vardelhusen“ wurde 1245 erwähnt und im 14. Jahrhundert vorübergehend an den Bischof von Hildesheim verpfändet. Die Georgskapelle gehörte bis in das 17. Jahrhundert zu Markoldendorf.

12. Holtensen

Viele Jahrhunderte teilte die Grenze zwischen dem Hochstift Hildesheim und dem Fürstentum Grubenhagen das Dorf Holtensen in zwei Teile. Daher rühren die heutigen Straßennamen „Auf der Stiftsseite“ und „Auf der Amtsseite“.

13. Hullersen

In der Hullerser St.-Nikolai-Kirche wurde bereits 1522 lutherisch gepredigt. Der Prediger Ebbrecht wurde zwar dafür in den Kerker geworfen, aber die Reformation war nicht mehr aufzuhalten.

Folgt dem Radweg nun weitere 3,5 Kilometer vorbei an der Ilme bis hin zum Ausgangspunkt - ihr habt es geschafft und könnt euch nun in einem unserer Restaurants, Cafés und Eisdielen in der Marktplatzkulisse verköstigen lassen.

Ihr wollt noch weiterfahren?
Dann folgt dem Tipp im Beschreibungstext oben und verbindet diesen Rundweg mit dem Rundweg "Salz und Burgen".

Anreise & Parken

Start-/Zielpunkt

Ihr erreicht den Startpunkt des Rundweges vom Marktplatz aus über die Tiedexer Straße in Richtung Tiedexer Tor. Fahrt über das Tiedexer Tor hinaus vorbei am PS.SPEICHER – Europas größter Oldtimersammlung – und biegt nach 300 Metern rechts in die Ivenstraße ab.
Noch ca. 100 Meter und ihr habt die alte Buntsandsteinbrücke erreicht. Nach Überqueren der Brücke seid ihr am Startpunkt der Tour und könnt euch anhand der Streckenübersicht
im Schaukasten orientieren.
Ab hier folgt ihr noch etwa 200 Meter dem Radweg in Richtung Norden, überquert die Hauptstraße und folgt der Ivenstraße etwa bis auf Höhe des Reit- und Fahrvereins.

Hier biegt der Radweg links in die Riesswarte ab.

Ansprechpartner:in

Einbeck Tourismus
Marktstraße 13

Tipp des Autors

Gastronomie:
Macht einen kleinen Abstecher nach Brunsen (ca. 1,5 km Umweg)  - hier gibt es eine kleine, aber feine Eisdiele.

Eis-Heise Brunsen
Am Mühlenbach 1, 37574 Einbeck-Brunsen
Tel.: (0 55 65) 91 11 35

Ebenfalls lädt das Gartencafé in Brunsen zu einem Besuch ein.

Gartencafé Brunsen
Am Mühlenbach 4, 37574 Einbeck-Brunsen
Tel.: 0171 - 1 88 70 47

Birgits Bauernladen
Eschershäuser Str. 19
37632 Eimen / Mainzholzen
Tel.: 0 55 65/10 00

Aussichtspunkt:
Von Eimen kommend hat man einen herrlichen Blick über Wenzen, Brunsen, Hallensen, den Mühlenberg, Stuckenberg, Moorberg und die Radbreite.

Sicherheitshinweise

Schwierigkeitsgrad und Wegbeschaffenheit

Es handelt sich um eine Strecke auf Radwegen, Kfz-armen Kreisstraßen und befestigten Feldwegen, vereinzelt kleineren, aber befahrbaren Schotterwegen.

Das Streckenprofil ist entsprechend dem beschriebenen Landschaftscharakter eher bewegt; es weist bei einer Gesamthöhendifferenz von ca. 150 Metern Steigungen und Gefälle auf. Aufgrund der Steigungen zwischen Eimen und Vardeilsen ist die Strecke als gemäßigt bis anspruchsvoll einzuordnen. 

Die Strecke ist in beide Richtungen ausgeschildert. Für die beschriebene Route entlang
der Nummerierung 1– 13 startet ihr in Richtung Reit- und Fahrverein im Norden, für die entgegengesetzte Route startet ihr über die Ivenstraße in Richtung Haus der Jugend im
Süden.

Hinweis: Zum Teil führt die Strecke über Wirtschaftswege. Bitte nehmt daher Rücksicht auf Land- und Forstwirtschaft. Die Benutzung der Wege geschieht auf eigene Gefahr.

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